Finanzierung

Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich weitestgehend selbst durch die Beiträge ihrer Mitglieder. Wie hoch der Beitrag ist, hängt dabei vom finanziellen Leistungsvermögen des Mitglieds ab.

Beiträge der Arbeitnehmer

Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich durch die Beiträge von Arbeitgebern und Versicherten. Die Höhe dieser Beiträge richtet sich nach deren beitragspflichtigen Einnahmen bis zu einer bestimmten Beitragsbemessungsgrenze, die jedes Jahr angepasst wird (2014: 48.600 Euro im Jahr)  und nach dem Beitragssatz. Wie in der Arbeitslosen- oder Rentenversicherung gibt es bei der gesetzlichen Krankenversicherung einen einheitlichen Beitragssatz. Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt seit dem 1. Januar 2011 15,5 Prozent.

Die Beiträge werden vom Arbeitgeber (Beitragssatz 7,3 Prozent) und vom Arbeitnehmer (Beitragssatz 8,2 Prozent) aufgebracht. Arbeitnehmer, die wegen Überschreitens der Versicherungspflichtgrenze freiwillig versichert sind, haben Anspruch auf einen Beitragszuschuss des Arbeitgebers.

Auszubildende, Rentner und Studenten

Die Beiträge für Auszubildende mit einem Lohn oder Gehalt von bis zu 325 Euro werden vom Arbeitgeber allein finanziert. Für pflichtversicherte Rentner übernimmt der Rentenversicherungsträger einen Teil des Beitrags und zahlt ihn zusammen mit dem von dem Rentner zu tragenden Anteil direkt an die Krankenkasse. Freiwillig versicherte Rentner zahlen ihren Beitrag selbst an ihre Krankenkasse. Sie erhalten aber auf Antrag einen Beitragszuschuss des Rentenversicherungsträgers. Studenten zahlen den so genannten Studentenbeitrag, der bei allen Krankenkassen einheitlich festgelegt ist. 

Im Dienste der Solidargemeinschaft

Grundsätzliches Strukturmerkmal bei der Mittelaufbringung der gesetzlichen Krankenversicherung ist das Solidaritätsprinzip. Das Solidaritätsprinzip bedeutet, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung finanziell Stärkere für finanziell Schwächere, Junge für Alte und Ledige für die Familien eintreten. Das kommt insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass sich die Beiträge des Mitglieds allein nach seiner finanziellen Leistungsfähigkeit richten und nach seinen beitragspflichtigen Einnahmen prozentual bemessen werden.