Die Deutsche Sozialversicherung ist in mehrere transnationale Netzwerke mit vielen Organisationen des Sozialschutzes aus anderen Mitgliedstaaten der EU eingebunden. Diese transnationale Kooperation dient vor allem dem Zweck des gegenseitigen Lernens sowie dem Ziel einer aktiven Mitwirkung an der Entwicklung der europäischen Sozial- und Gesundheitspolitik. Die wichtigsten Netzwerke dieser Art sind die Europäischen Sozialversicherungsforen und die Arbeitsgemeinschaft European Social Insurance Platform (ESIP).
Die Organisationen der Sozialversicherung in Europa haben seit 1990 gezielte Initiativen zur transnationalen Zusammenarbeit speziell mit Blick auf den europäischen Einigungsprozess ergriffen. Diese Kooperation vollzieht sich von drei Foren, in denen die Vorstände und Geschäftsführer der beteiligten nationalen Sozialversicherung regelmäßig zusammen treffen, um strategische Herausforderungen und Problemlösungen gemeinsam zu erörtern. Entsprechend den klassischen Sparten der Sozialversicherung gliedern sich diese Foren wie folgt:
Die Arbeit in den Foren hat es in den zurück liegenden Jahren ganz wesentlich erleichtert, gemeinsam interessierende europäische Fragestellungen, Anliegen und Vorgehensweisen zu diskutieren bzw. transnational abzustimmen, um den beteiligten Sozialschutzeinrichtungen größere Beachtung und ein besseres Durchsetzungsvermögen zu verschaffen. Dabei geht es vor allem um die Wahrung des Prinzips einer solidarisch orientierten, nicht gewinnstrebenden sozialen Sicherung, die den sich wandelnden Anforderungen der Gesellschaft Rechnung trägt.
Die Arbeitsgemeinschaft European Social Insurance Platform (ESIP) wurde 1996 auf deutsche Initiative gegründet. Sie steht in unmittelbarem Kontakt zu den Einrichtungen und Dienststellen der EU und ist so aktiv in die Gestaltung der europäischen Sozialpolitik eingebunden. Das Brüsseler Büro organisiert regelmäßige themenbezogene Sitzungen der mitgliedstaatlichen Sozialversicherungen aller Sparten und koordiniert gemeinsame Veranstaltungen und Initiativen. Diese strukturierte Arbeitsweise ermöglicht einen systematischen Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Formulierung von fachlichen Positionsbestimmungen gegenüber den EU-Instanzen.
Als Mitglieder gehören der Arbeitsgemeinschaft neben der deutschen Sozialversicherung zur Zeit zahlreiche weitere Sozialschutzeinrichtungen aus insgesamt 13 EU-Mitgliedstaaten sowie aus der Schweiz an.
Finden Sie weitere Informationen über die European Social Insurance Platform auf der Website www.esip.org>>
European Social Insurance Platform (ESIP)
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Rue d'Arlon 50
B-1000 Brüssel
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